Die Angst der Banken Geld zu verleihen

Banken ertrinken im Geld – so überschreibt die ARD-Börse ihren Artikel. Der Bundesbank-Präsident Jens Weidmann verteidigt den Schritt der EZB die Banken mit Geld zu überhäufen. Die gigantische Geldspritze der Europäischen Zentralbank an die Banken in Höhe von 500 Milliarden Euro sieht verteidigt er als Überbrückungsmaßnahme.

Sinn der ungewöhnlichen Maßnahme

Die Banken stehen im Rahmen der Eurokrise vor großen Herausforderungen. Politisch ist entschieden worden sie auf eine breitere Eigenkapitalbasis zu stellen. Die Stresstests der letzten Monate haben gezeigt, dass auch bei deutschen Banken längst noch nicht alles zufriedenstellend verlaufen ist. Der Kreditfluss in die Wirtschaft sollte trotz Konsolidierung der eigenen Finanzen der Banken nicht zum Erliegen kommen. So war zumindest einer der Pläne, die hinter dem Schritt der EZB stehen.

Leider scheint der Plan zumindest bisher nicht aufzugehen. Die Banken parken ihr Geld lieber sicher bei der EZB und akzeptieren damit einen realen Zinsverlust, als es gewinnbringend auszuleihen. Dieser Vorgang ist als Stimmungsbarometer für das Misstrauen der Banken gegenüber der gegenwärtigen Marktsituation zu werden. Viel zu groß ist die Angst das Geld nicht zurück zu bekommen.

Der oberste Notenbanker sieht keinen Anlass zur Panik. Die Banken wüssten lediglich noch nicht wohin mit der Finanzspritze. So setzt auch er auf das Prinzip Hoffnung für das Jahr 2012.

Inhaltlich verantwortlich für den Beitrag: Falko Söhne

 

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