Wieso schreibt jemand SEO Texte für soziale Projekte?
Dummheit? Krankhaftes Helfersyndrom?
Wer es wirklich wissen möchte, der braucht viel Zeit zum Lesen.
Philippinen, Dezember 2011 – eine Sozialbaustelle ohne gleichen. Kinder werden zum Betteln in die Städte geschickt. Können sie Geld erbetteln, dann wird es von den Erwachsenen kassiert. Viele Familie sind zu arm um ihre Kinder in die Schule zu schicken. Eine weiterführende Schulausbildung, für viele ein unerreichbarer Traum.
Die Vorgeschichte:
Ich als Europäer kann das – vom Hörensagen – wird schon nicht so schlimm sein. Schließlich war ich ja schon eine Weile in Asien. In Singapurhabe ich keinen Bettler gesehen.
In Malaysia, ok, da waren schon welche, aber der Mehrheit ging es offensichtlich gar nicht so schlecht.
Etwa mit dieser Einstellung bin ich auf die Philippinen gekommen. Einen Vorgeschmack hatte ich bereits in Singapur bekommen, als mich ein Mädchen aus den Philippinen um Hilfe bat. Ihre Schwester war in der Nacht ins Krankenhaus eingeliefert worden. Frühgeburt Mitte 8. Monat. Sie sagte mir, sie müsse sofort Geld schicken, ob ich helfen könnte. Mit 50,- Euro war ich dabei. So richtig geglaubt habe ich es nicht, doch morgens um 9.00 Uhr, pünktlich ging das Geld per Moneytransfer ab. Sie hatte im Laufe der Nacht noch einiges zusätzliches Geld zusammenbekommen. Als ich mich Tage später nach dem Befinden der Schwester erkundigte, kam die Antwort: Intensivstation. Die Zwillinge waren schon verstorben. Der Grund dafür war einfach. Ohne Geld keine Behandlung. Bis zum Eintreffen der Zahlung hatte man die Mutter nicht behandelt. Die Kinder hatten ohne Fruchtwasser eine Infektion bekommen und waren kurze Zeit später verstorben.
Ein Einzelfall dachte ich. So etwas gibt es doch nicht, wer in Not ist, dem wird doch im Krankenhaus geholfen. Was mich hier erwartete, davon hatte ich keine Vorstellung. So siedelte ich frohen Mutes um.
Ein schäbiger Stall – mein neues Heim.
Ein schäbiges Haus hatten mir meine Freunde hier, etwa fünf Stunden mit dem Bus von Manila, besorgt.
Ich dachte mich trifft der Schlag, in diesem Stall wollte ich keinen Monat verbringen. Offene Elektrik, die Zwischendecke ließ sich mit dem Finger durchstoßen, aber immerhin gemauerte Wände. Der Blick in den Garten war ein Blick auf eine Müllhalde. Bevor ich mich so richtig in Selbstmitleid auflösen konnte, wurde ich von allen möglichen Leuten in deren Häuser eingeladen. Die hatten keine gemauerten Wände. In einigen Häusern waren selbst die Außenwände aus Holz und dicke Löcher mit Werbeplanen notdürftig verschlossen.
Mein Stall war für ein Haus in der Provinz nicht wirklich so schlecht. Zumindest gab es eine Basis, auf der man aufbauen konnte.
Andere Objekte, die ich natürlich auch besichtigte, sahen noch viel schlimmer aus oder hatten europäische Mietpreise. Die konnte ich mir natürlich nicht leisten von meinen paar Euro. Außerdem war schließlich der Plan des Abenteuers in mir – so leben wie die Einheimischen.
Als einziger Weißer hier, alle rufen ständig „Hey Joe“ hinter mir her, war ich schnell bekannt. Auf einem meiner Ausflüge lernte ich eine Halbwaise kennen. Sie spielte inmitten eines Provinz-Slums in einer Pfütze. Es stellte sich heraus, dass die Kleine mit meiner Lebensgefährtin verwandt ist. Der Vater ist verschwunden, die Mutter bei der Geburt eines zweiten Kindes gestorben. – Das kam mir bekannt vor. Eine ähnliche Geschichte. Kein Geld, als welches da war, da war es schlicht zu spät.
Ein Kind ohne Zukunft, kein Vaterherz kann dagegen Widerstand leisten.
Sie drohte in der ersten Klasse sitzen zubleiben. Unglaublich. Dabei war sie nicht dumm. Nachfragen ergaben, sie wurde in der Verwandtschaft weitergereicht. Immer wenn das Geld alle war, dann wanderte sie hat zur nächsten Tante. War auch dort Ebbe in der Kasse, dann ging es zurück zur Oma oder einer anderen Tante. Diesem Zwerg musste geholfen werden. Besonders da sie mich, nach vielleicht 10 Minuten, schon um den Finger gewickelt hatte. War es Instinkt bei Ihr, Sympathie vielleicht? Ich kann es nicht sagen. Sie erklärte mir „Pilik mata“. Dabei stach sich selbst, vor Übereifer, halb mit dem Finger das Auge aus. Im Gegenzug brachte ich ihr „Wimper“ bei. Mein erstes Wort auf Tagalog war auch ihr erstes Wort auf Deutsch.
Mehr aus Spaß fragte ich sie, ob sie mit uns mitkommen wollte. Sie sagte ohne Zögern und Zweifel schlicht ja. Ihr kleiner Bruder wollte nicht, der wollte lieber bei der Oma bleiben.
Aus dem Stall wurde ein Heim.
Unser Zwerg wollte mehr als nur ein Wochenende bei uns sein. Instinktiv trat sie in die Fußstapfen meiner leiblichen Tochter, die im gleichen Alter im fernen Deutschland lebt. Was soll ich sagen, 14 Tage später schulten wir sie hier im Ort ein. Mein Zwerg setzte von nun an die Prioritäten. Zunächst war klar, mein geplanter Computerraum wird ein Kinderzimmer. Der Stall wird renoviert und ein Haus daraus gemacht. So wie es hier aussah, so sollte kein Kind aufwachsen.
Die Zuneigung zu einem Kind ist eine Sache. Ausschlaggebend für mich, als denjenigen, der es bezahlen muss, war eine Untersuchung beim Arzt. Die Kleine hustete und wirkte schwach. Diagnose TB. Die Medikamente über einen Behandlungszeitraum von 6 – 8 Monaten hätte die Oma nie bezahlen können. Auch wären die Lebensumstände in einer feuchten Bretterhütte
nicht zur Genesung geeignet gewesen.
Das Brüderchen ist eine härtere Nuss. Er möchte lieber bei der Oma bleiben. Die wohnt mittlerweile auch hier in der Nähe und so sehen sich die Kinder mehrmals in der Woche. Finanziell unterstützen wir ihn ebenfalls. Dazu haben sich zwei Stipendien eingeschlichen. Aus den einmalig geborgten Schulgebühren hat sich eine regelmäßige Dauerleihgabe entwickelt. Spätestens alle 6 Monate ist es wieder soweit. Die Schulrechnung flattert dann automatisch auf meinen Tisch. Zwischendrin sind es Bücher, Schuhe für die Uniform oder was auch immer.
Wer soll das bezahlen?
Angesichts meiner bescheidenen Einnahmen, die eigentlich nur für das eigene Auskommen konzipiert sind, musste ich mir etwas einfallen lassen. In den Philippinen einen Job zu finden, der auch noch bezahlt wird, Fehlanzeige. Also „back to the basics“. Ich betrieb fast 20 Jahre eine Werbeagentur. Messeaufbauten so wie früher, die kann ich allerdings leider nicht mehr machen. 60% körperbehindert bin ich dank der Arbeit.
Das zweite Standbein der Agentur waren allerdings Pressedienste. Ich hatte immer Gesamtkonzepte für die Messen angeboten. Der Standaufbau war zwar die Basis, doch die Medienbetreuung gehörte immer dazu. Auch Webseiten hatte ich aufgebaut und mit Leben erfüllt. So kam es zur Idee, zumindest wieder mit dem Schreiben anzufangen. Als Freelancer habe ich seither so manchen Text verfasst. Die Einnahmen reichen aus, um meine „Projekte“ zu finanzieren. Selbst für Notfälle kann ich so noch immer etwas beisteuern.
Hilfe im Monat November 2011 im Überblick.
Aus den Einnahmen wurden Schulbücher für das laufende Semester sowie Abschläge auf die Schulgebühren bezahlt. Ein Junge hatte sich beim Herunterrutschen von einem Baum den Hodensack an einem Nagel aufgeschnitten. Die Arztrechnung habe ich komplett bezahlt. Dazu die Medikamente für die Nachsorge und ein Eis. Die Eltern sind aus 30 km Entfernung hierher gekommen, da sonst niemand helfen konnte. In der Nachbarschaft hatte ein Vater von Kleinkindern einen Schlaganfall. Auch dabei habe ich einen Teil zu den Erstbehandlungskosten beigesteuert.
Meine Idee, Gelder aus SEO-Texten für das Gemeinwohl zu nutzen stößt allerdings an seine Grenzen. Auch die Kursverluste des Euros tragen dazu bei. Zum Vergleich. Im Jahr 2008 war der Wechselkurs etwa ein Euro zu 70 PHP. Im Oktober 2011 war der Wechselkurs immerhin noch 1/62 heute 15. Dezember 2011 steht der Kurs noch bei 1/57. Der Euro hat damit seit 2008 einen Kaufkraftverlust von etwa 230 Euro bei 1000 Euro Tauschsumme erlitten. Die lokale Inflation ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Die Europolitik kann ich auch leider nicht ändern. Doch ich möchte versuchen das Projekt auf eine breitere Basis zu stellen. So habe ich mich entschieden, meine alte Domain als Spendensammler einzusetzen. Über sie soll im Gegenzug zu den Spenden SEO kostenlos angeboten werden. Unique Content kann nicht dauerhaft über Spider erzeugt werden. Menschen müssen dafür schreiben. Freundschaften zu anderen Autoren liefern die Basis. Neue Autoren, die sich in der Materie auskennen, können ebenfalls Texte beizusteuern. So müsste es doch möglich sein, die Einnahmen zu erhöhen. Neben den alten Projekten sollten sich so auch neue Dinge, im größeren Rahmen, anschieben lassen.
Der Aufruf:
Agenturen, Webseitenbetreiber, wer auch immer SEO Texte nutzt, bitte geben Sie auch einen Teil Ihrer Arbeiten an uns ab. Wir schreiben kostenlos nach Eingang Ihrer Spende.
Die Seite muss bekannter werden bitte gute Backlinks auf www.web-designer.in setzen. Auch ohne Texte darf natürlich gespendet werden. Wer sich zutraut ein eigenes Stipendium zu übernehmen, ich schaffe gern die Kontaktmöglichkeiten. Autoren bitte melden. Jeder gute Text hilft. Blogger zum Thema SEO bitte melden und auch Links setzen.
Hier ist es jetzt 3 Uhr in der Früh und mir fallen die Augen zu.
Vielen Dank für Ihre Zeit diesen langen Blog bis zu Ende gelesen zu haben.
Inhaltlich verantwortlich für den Beitrag: Falko Söhne





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Hallo Falko,
ich habe Deine Geschichte heute auf Umwegen gefunden und mir ein Lesezeichen gesetzt. Ich bin beeindruckt und gleichzeitig fühle ich eine Betroffenheit, in welchem materiellen und sozialen Luxus wir in Deutschland leben.
Ich werde darüber nachdenken, wie man Dir (Euch) helfen kann.
Grüße aus Deutschland vom Hausschuhexperten
PS: ich werde diesen Link mal in Deutschland im Seller-Forum veröffentlichen, wo es hoffentlich viele Shop-Betreiber gibt, die immer auf der Suche nach Unterstützung bei Texten sind.
Hallo,
wäre super, wenn zusätzliches Geld in die Kasse spülen würde
Helfen würden jedoch auch Sachspenden in Form von Sommerschuhen beispielsweise. Billige Slipper gibt es hier zwar an jeder Ecke. Etwas haltbarere Sandalen für Kinder können sich viele Eltern nicht leisten. So etwas wäre genial. Falls sich etwas bewerkstelligen ließe, dann schreibe ich auch gern einen Blogtext dazu. Die Spenderfirmen haben einen Backlink und den Fotobeweis als Dankeschön. Größe wäre egal, Kinder in allen Altersgruppen, die in Armut leben, gibt es hier unendlich viele.
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Lastly some good post, thanks!
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